08. August 2017

«Operieren erst, wenn’s nicht anders geht»

Von der Gelenksprothese über die Fusschirurgie bis zur Behandlung von komplizierten Knochenbrüchen und Bandverletzungen – das Fachgebiet Orthopädie & Traumatologie erweist sich als sehr umfangreich. Dr. Rolf Risch und Dr. Wolfgang Mayer sind zwei ausgewiesene Experten ihres Fachs. In der LieZeit stellen sie sich auch kritischen Fragen. 

«Operieren erst, wenn’s  nicht anders geht»

Sie beide sind als Belegärzte in der Medicnova tätig. Was bieten Sie Ihren Patienten dort an?

Dr. Rolf Risch: Mein operativer Schwerpunkt liegt neben unfallchirurgischen Eingriffen auf klassischen orthopädischen Operationen, wie etwa Fusskorrekturen, und der Endoprothetik. Das heisst, ich operiere insbesondere Gelenksprothesen sowohl am Knie- als auch am Hüftgelenk. Besonders komplexe orthopädische Eingriffe, etwa spezielle Prothesenwechsel-Operationen, kann ich meinen Patienten auch in der Appenzeller Berit Paracelsus Klinik, einem führenden Zentrum der Schweiz, anbieten.

Dr. Wolfgang Mayer: Mein Schwerpunkt liegt auf endoskopischen Operationen, also der Arthroskopie vor allem an Knie- und Schultergelenk sowie am oberen Sprunggelenk. Dabei wird mit einer Sonde über kleine Hautschnitte operiert, so dass kaum Narben zurückbleiben. Auch die Versorgung von Unfallverletzungen, also z.B. Knochenbrüchen, Bänderrissen oder Luxationen, zählt zu meinen Schwerpunkten.

Auf was legen Sie als operativ tätige Ärzte besonderen Wert?

Dr. Mayer: Für uns hat höchste Qualität absolute Priorität: Ob beim Personal, der Infrastruktur oder der eingesetzten Medizintechnik – wir fordern höchste Standards. Das sind wir unseren Patienten schuldig, ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden sind der Massstab. Hier in der Medicnova finden wir die optimalen Bedingungen vor.

Dr. Risch: Ja, einerseits passt das Umfeld, andererseits verwenden wir hier nur beste Materialien – in der Prothetik z.B. nur bewährte Implantate, die sich durch eine sehr gute Verträglichkeit und hohe Standfestigkeit auszeichnen. Bei Platten und Schrauben, die bei Brüchen eingesetzt werden,
kommen ausschliesslich hochwertige Titanimplantate zum Einsatz. Damit können wir höchste Qualität auf allen Ebenen gewährleisten.

Es gibt immer wieder kritische Stimmen, die behaupten, es werde gerade in der Orthopädie zu schnell operiert. Was sagen Sie dazu?

Dr. Risch: Wir können nur für uns sprechen. Und da gilt ganz klar: Wir stellen alle Indikationen für Eingriffe nach bestem Wissen und Gewissen. Dabei halten wir uns an international geltende Standards. Diese werden von den Fachgesellschaften vorgegeben. Zentral ist die eingehende Aufklärung des Patienten und natürlich, dass Risiko und Nutzen seriös abgewogen werden. Außerdem gilt für uns grundsätzlich: Solange eine konservative Therapie Aussicht auf Erfolg hat, wird diese der Operation vorgezogen. Operiert wird erst, wenn nichts anderes mehr hilft.

Gibt es auch Operationen, die Sie in der Medicnova nicht durchführen können?

Dr. Mayer: Komplexe Eingriffe, die z.B. eine intensivmedizinische Nachsorge erfordern, werden nach Absprache mit den jeweiligen Ärzten in einer unserer Partnerkliniken durchgeführt. Je nach Fragestellung wird die bestmögliche Behandlungsstelle, wie z.B. die Berit Klinik, die Hirslanden Klinik im Park, das Kantonsspital St. Gallen oder das LKH Feldkirch ausgewählt. Auch schwerstverletzte Patienten – etwa nach Verkehrsunfällen – die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit benötigen, gehören in ein Zentrumsspital, wie die Kantonsspitäler St. Gallen und Graubünden oder das Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch.

Was ist aus Ihrer Sicht der grösste Vorteil, den ein Belegarztspital einem Patienten bieten kann?

Dr. Risch: Der zentrale Vorteil ist sicherlich die individuelle Betreuung durch ein und denselben Arzt vom Erstgespräch in der Praxis, über die Betreuung während des stationären Aufenthalts bis hin zum Behandlungsabschluss in der Praxis.

Dr. Mayer: Ja, und zudem wird der jeweilige Hausarzt von Anfang an in den gesamten Prozess mit einbezogen, wodurch ein optimales und effizientes Behandlungsverfahren gewährleistet ist. Dem Patienten steht damit also durchgehend ein Arzt seines Vertrauens zur Verfügung.

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