27. November 2017

Medicnova strukturiert kardiologischen Notfall-Dienst neu

Fallzahlen zu gering, um 24-Stunden-Versorgung aufrecht zu erhalten – fehlender OKP-Vertrag als wesentliche Ursache.

Nach rund einem Jahr in Betrieb wird die Medicnova ihren kardiologischen Notfall-Dienst neu strukturieren. Diese Maßnahme ist notwendig, weil sich gezeigt hat, dass die Notfall-Zahlen derzeit zu gering sind, um eine 24-Stunden Versorgung vertretbar aufrecht zu erhalten. „Bei ein bis maximal zwei kardiologischen Notfall-Patienten pro Monat, die den Weg in die Medicnova finden, lässt sich ein Dienst über 24 Stunden an sieben Tagen die Woche einfach nicht aufrecht erhalten. Uns fehlen hierfür schlichtweg die Ressourcen und wir müssen das Notfall-Angebot daher derzeit leider auf die Tageskernzeiten reduzieren“, erklärt Medicnova-Verwaltungsrat Dr. Hansjörg Marxer. Dies geschehe natürlich in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes, so dass die Notfall-Versorgung von Herzpatienten stets gewährleistet ist, auch wenn sie hierfür in die Netzwerk-Kliniken – d.h. in die Kantonsspitäler St. Gallen oder Chur – ausweichen müssten.

Man hoffe, so Marxer, weiterhin darauf, dass es in näherer Zukunft eine Einigung mit der Regierung hinsichtlich einer OKP-Anerkennung für die Kardiologie gebe, denn bei größerer Nachfrage könne man – wie ursprünglich geplant – die personellen Ressourcen entsprechend ausbauen, um eine durchgehende Notfall-Versorgung zu gewährleisten. „Die regulären kardiologischen Leistungen werden nach wie vor in vollem Umfang angeboten, aber beim Notfall-Dienst müssen wir uns eben leider nach der Decke strecken. Für die Liechtensteinische Bevölkerung ist zu hoffen, dass es eine Einigung gibt, damit im Notfall – etwa bei einem akuten Herzinfarkt – alle Patienten die schnellstmögliche Versorgung erhalten. Hierfür ist ein möglichst kurzer Anfahrtsweg von oft lebensrettender Bedeutung – und der ist bei der Medicnova zweifellos gegeben. Das sollten sich diejenigen, die über die Vergabe von OKP-Verträgen entscheiden, immer vor Augen halten“, betont Marxer.

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