07. Dezember 2016

Offene Beine umfassend behandeln

Der Fachbereich für Gefässerkrankungen und der Fachbereich interventionelle Kardiologie sind neu für Liechtenstein. Beide Fachbereiche verbessern die Gesundheitsversorgung der Einwohnerinnen und Einwohner im Fürstentum.

Ganz neu für Liechtenstein ist der Fachbereich Gefässerkrankungen. Hier arbeiten Spezialisten verschiedener Disziplinen zusammen, um hartnäckige Gefässerkrankungen nachhaltig behandeln zu können. Dazu gehören Krampfadern, die Schaufensterkrankheit oder Wunden, welche nicht verheilen (offene Beine). Insbesondere bei nicht verheilenden Wunden ist ein professionelles Wundmanagement sehr wichtig.

«Für Patientinnen und Patienten, welche wegen Gefässproblemen schlecht zu Fuss sind, ist es eine grosse Erleichterung, wenn sie sich hier im Land behandeln lassen können und keine Reisestrapazen auf sich nehmen müssen», sagt Dr. Rainer de Meijer, Leiter des Fachbereichs Gefässerkrankungen.

Regierung entscheidet über Zulassung

Da Medicnova bislang keine sogenannte OKP-Zulassung hat, können bei Betriebsaufnahme im Januar 2017 nur zusatzversicherte Patienten in der Medicnova Privatklinik AG behandelt werden.

Medicnova hat bereits einen Antrag auf OKP-Zulassung für den in Liechtenstein neuen Bereich Gefässerkrankungen bei der Regierung eingereicht, damit alle Einwohnerinnen und Einwohner in Liechtenstein von dieser neuen und für das Land einmaligen Dienstleistung profitieren können.

Es ist nicht bekannt, wann sich die Regierung mit dem Antrag befassen wird. Erst nach einem positiven Bescheid durch die Regierung haben auch allgemeinversicherte Patienten Zugang zum Fachbereich Gefässerkrankungen bei Medicnova.

Ambulante Herz-Reha in Bendern

Dieselbe Ausgangslage gilt für allgemeinversicherte Patientinnen und Patienten im Bereich der ambulanten Herz-Rehabilitation: Auch hier ist das Angebot bis zur Erteilung der OKP-Zulassung zusatzversicherten Patientinnen und Patienten vorbehalten. Zur erfolgreichen Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört die Rehabilitation dazu. Die Reha unterstützt Patientinnen und Patienten beim Abbau ihrer kardiovaskulären Risikofaktoren. Diese findet heute in der Regel stationär in einer Klinik im Ausland statt.

Günstiger – und besser für die Patienten

Mit der Eröffnung der Medicnova Privatklinik, können zusatzversicherte Herzpatienten aus Liechtenstein die Reha ambulant absolvieren. Patientinnen und Patienten kommen lediglich stundenweise ins Rehabilitationszentrum von Medicnova und absolvieren dort ein Reha-Programm.

«Für die Reha-Patienten hat das den Vorteil, dass sie zuhause in der gewohnten Umgebung sind und ihren Alltagstätigkeiten nachgehen können», erklärt Priv.-Doz. Dr. Werner Benzer, der den Fachbereich Kardiologie bei Medicnova leitet. Aber auch die Krankenkasse wird deutlich entlastet, erklärt Dr. Benzer: «Eine ambulante Reha bei Medicnova kostet gerade Mal die Hälfte einer stationären Rehabilitation im Ausland.»

Kategorien: Neuigkeiten TAGs: kardiologie, gefässchirurgie