Lernen Sie Medicnova kennen

Wir werden immer wieder mit verschiedenen Fragen zur Medicnova Privatklinik konfrontiert. Diese beantworten wir Ihnen hier gerne.

Sollten Sie auf Ihre spezifische Frage keine Antwort finden, zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Wann nimmt die Medicnova Privatklinik ihren Betrieb auf?
Wir haben den Klinikbetrieb Mitte Januar 2017 gestartet und sind für Sie da.

Wer sind die Initianten der Medicnova Privatklinik AG?
Initianten sind acht erfahrene in Liechtenstein praktizierende Fachärzte:

Muss ich künftig nach Bendern in die Medicnova Privatklinik kommen, wenn ich einen Arzttermin bei einem der acht oben genannten Ärzte habe?
Nein. Die acht Ärzte betreiben ihre Arztpraxen wie gewohnt weiter. Die Sprechstunde findet auch nach der Klinikeröffnung in der Arztpraxis statt.

Welcher Tätigkeit gehen die Ärzte an der Medicnova Privatklinik nach?
Hier sind sie während eines Teils ihrer Arbeitszeit als Belegarzt tätig. Das heisst, sie führen operative Eingriffe durch und sorgen für die Nachbetreuung.

Was ist ein Belegarzt?
Das ist ein Arzt mit eigener Praxis, der seine Patienten, sollte es nötig sein, am Spital behandeln kann, wo er als Belegarzt tätig ist.

Wie muss ich versichert sein, damit ich in der Klinik behandelt werde?
Wir werden in Bendern Patienten ambulant und stationär behandeln.

Stationär können wir nur Patienten mit einer Spitalzusatzversicherung behandeln.

Ich bin bei meiner Krankenkasse allgemeinversichert. Werden die Medicnova-Ärzte mich künftig nicht mehr im Spital behandeln?
Sie müssen sich keine Sorgen machen. Die Klinikinitianten sind seit Anfang 2017 im Spital Grabs als Belegärzte tätig und behandeln dort allgemeinversicherte Patienten.

Warum arbeiten Sie ab 2017 nicht mehr als Belegarzt am Landesspital?
Im Zusammenhang mit dem Medicnova-Klinikprojekt haben wir eine Kooperation mit dem Landesspital angestrebt, die es unter anderem ermöglicht hätte, allgemeinversicherte Patienten weiter in Vaduz behandeln zu können.

Wir haben diesbezüglich mit dem Landesspital Gespräche geführt. Diese wurden in der Folge nicht mehr weitergeführt, weil wir keine gemeinsame Basis gefunden haben.

Die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, zu dem das Spital Grabs gehört, zeigte grosses Interesse an einer Zusammenarbeit mit den acht Klinikärzten als Belegärzte.

Ich bin allgemeinversichert und möchte lieber nach Vaduz als nach Grabs ins Spital. Geht das noch, wenn ich bei einem der Ärzte in Behandlung bin, welche die Klinik initiiert haben?
Ja, das geht. Allerdings werden Sie, wenn Sie allgemeinversichert sind, für stationäre Behandlungen in Vaduz an einen Kollegen oder eine Kollegin des Landesspitals überwiesen, welche den Eingriff vornimmt.

Warum heisst die Klinik «Privatklinik»?
Privatklinik heisst, dass die Klinik privat initiiert, privat finanziert und privat geführt wird, ohne staatliche Beteiligung und ohne staatliche Subvention.

Was ist die Motivation der Initianten, eine Klinik zu bauen?

  • Die Initianten wollen strategische und unternehmerische Verantwortung wahrnehmen,
  • eine Klinik in der moderne Medizin in den Fachbereichen ermöglicht wird,
  • optimale Bedingungen für Personal und Patienten,
  • optimale Voraussetzungen zur Umsetzung hoher Qualitätsstandards,
  • Voraussetzungen zur ständigen Optimierung medizinischer und wirtschaftlicher Prozesse schaffen.

Was sind die wichtigsten Eckdaten des Klinikgebäudes?

  • Projektbeginn: April 2012
  • Betriebsaufnahme: 16.01.2017
  • Investitionsvolumen Bau: 35 Mio. CHF
  • Standort: Selemad 10, Bendern
  • Anzahl Mitarbeitende: Ca. 50, davon ca 1/3 in Liechtenstein wohnhaft.
  • Investitionsvolumen Klinikeinrichtung: 15 Mio. CHF
  • Auftragsvergabe (Bau und Betrieb): Bevorzugt in Liechtenstein

Wie sieht es in der Klinik aus?

  • Untergeschoss: Parkgarage, Technikräume, Lager.
  • Erdgeschoss: Rezeption, Untersuchungsräume, Labor, Büros, Bistro und Mehrzweckraum.
  • 1. Obergeschoss: Drei Operationsräume (eines davon Reserve) mit Vorbereitungs- und Nebenräumen, Schleusen zu den Reinräumen, Aufwachzone. Endoskopie, Anästhesie, Behandlungsräume.
  • 2. Obergeschoss: Bettenabteilung mit 23 Einzel- und Doppelzimmern.
  • 3. Obergeschoss: Reservegeschoss: Wird zu Betriebsbeginn noch nicht genutzt.
  • Dachgeschoss: Technikräume, insbesondere Klimatisierung, Belüftung und Luftfilterung für die Operationssäle.

Weshalb haben Sie sich für Bendern als Standort für die Klinik entschieden?
Wir haben verschiedene Standorte in Liechtenstein geprüft. Die Gemeinde Gamprin-Bendern hat uns einen sehr guten Standort angeboten. Die Verkehrsanbindung ist hervorragend, und bei Bedarf stehen Bodenreserven zur Verfügung.

Welche medizinischen Leistungen bietet Medicnova an?
An unserer Klinik bieten wir für Liechtenstein neue Gesundheitsdienstleistungen an: den Fachbereich für Gefässerkrankungen sowie den Fachbereich interventionelle Kardiologie und kardiale Rehabilitation. Weitere in der Klinik praktizierte Fachbereiche sind Orthopädie und Traumatologie, plastische Chirurgie, Urologie sowie Anästhesiologie.

Inwiefern profitieren wir in Liechtenstein von der Medicnova Privatklinik?
Das medizinische Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner Liechtensteins wird verbessert. Für verschiedene Untersuchungen und Behandlungen müssen Patienten aus Liechtenstein nicht mehr weite Reisen ins Ausland auf sich nehmen.

Unsere Krankenkassenprämien bleiben im Land und wir haben die Möglichkeit, ausländische Patienten nach Liechtenstein zu holen und so zusätzliche Wertschöpfung und damit Steuersubstrat zu generieren.

Wir vergeben während der Bauphase und im laufenden Betrieb sehr viele Aufträge an liechtensteinische Handwerker und Lieferanten (Facility Management, Gastronomie etc.).

Sie sagen, Sie möchten keinen Vertrag, um allgemeinversicherte Patienten behandeln zu können (OKP-Zulassung). Dennoch haben Sie einen Antrag bei der Regierung gestellt.
Ja, das betrifft aber nur diejenigen Gesundheitsdienstleistungen, welche bislang in Liechtenstein nicht angeboten werden: Fachbereich Gefässerkrankungen und Fachbereich Kardiologie.

Eine sogenannte OKP-Zulassung in diesen Bereichen würde es allgemeinversicherten liechtensteinischen Patientinnen und Patienten ermöglichen, hier zuhause behandelt zu werden und die Wertschöpfung fände dann ebenfalls im Inland anstatt im Ausland statt.

Gerade im Bereich der Herz-Rehabilitation würde eine OKP-Zulassung zu einer Kostensenkung führen, da die Patienten ambulant ganz in der Nähe ihres Wohnorts behandelt würden. Dies im Gegensatz zur heutigen Situation mit teurer stationärer Behandlung in ausländischen Reha-Kliniken.

Ausserdem können Patientinnen und Patienten dank ambulanter Reha schneller wieder in den Alltag eingegliedert werden.