Lernen Sie Medicnova kennen

Es werden immer wieder Fragen zur Medicnova Privatklinik an uns herangetragen. Wir haben die häufigsten gesammelt und gerne beantwortet. Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns diese zukommen zu lassen: marketing@medicnova.com

Seit wann gibt es die Medicnova Privatklinik?
Die Klinik hat im Januar 2017 ihren Betrieb aufgenommen. Seitdem werden Patienten insbesondere aus Liechtenstein und Vorarlberg von über 50 Mitarbeitern und einer steigenden Zahl an Belegärzten umfassend betreut.

Welches Konzept liegt der Medicnova zu Grunde?
Die Medicnova ist ein Belegarzt-Spital. Als solches macht sie es möglich, dass niedergelassene Ärzte ihre Patienten umfassend betreuen können – von der Untersuchung in der Praxis über die stationäre Versorgung (z.B. Operation) in der Medicnova bis zur Nachbetreuung bzw. zum Behandlungsabschluss wiederum in der Praxis. Die Patienten haben damit während des gesamten Behandlungsprozesses einen zentralen Ansprechpartner: den Arzt oder die Ärztin ihres Vertrauens.

Muss ich künftig nach Bendern in die Medicnova Privatklinik kommen, wenn ich einen Arzttermin bei einem der Belegärzte habe?
Nein. Unsere Belegärzte führen eine Praxis ausserhalb der Medicnova (in Liechtenstein oder auch in Vorarlberg – mehr Infos dazu unter Menüpunkt „Ärzte“). Einzelne Spezial-Sprechstunden (z.B. Gefässmedizin) werden jedoch direkt in der Medicnova angeboten.

Wie muss ich versichert sein, damit ich in der Klinik behandelt werden kann?
Die Medicnova Privatklinik hat ein ambulantes und ein stationäres Angebot. Stationär können wir nur Patienten mit einer Spitalzusatzversicherung (Liechtenstein: Privat bzw. Halbprivat, Österreich: Private Kranken- oder Unfallversicherung) aufnehmen. Natürlich können auch nicht privat versicherte Selbstzahler unser Angebot nutzen. Allgemeinversicherte Patienten aus Liechtenstein werden von unseren liechtensteinischen Belegärzten in Grabs stationär behandelt.

Gibt es eine Kooperation mit dem Liechtensteinischen Landesspital?
Im Zuge der Konzeption der Medicnova wurde ursprünglich eine Kooperation mit dem Landesspital angestrebt, die es unter anderem ermöglicht hätte, Patienten weiterhin in Vaduz zu behandeln. Leider kam es damals zu keiner Einigung. Die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, zu dem das Spital Grabs gehört, zeigte hingegen grosses Interesse an einer Zusammenarbeit, die in der Folge auch zu Stande kam. Aus heutiger Sicht eine sehr gute Lösung.

Ich bin in Liechtenstein allgemeinversichert und möchte lieber nach Vaduz als nach Grabs ins Spital. Geht das, auch wenn ich bei einem/r der Medicnova-Belegärzte in ambulanter Behandlung bin?
Ja, das geht. Allerdings werden Sie, wenn Sie allgemeinversichert sind, für stationäre Behandlungen in Vaduz von ihrem Arzt/ihrer Ärztin an einen Kollegen/eine Kollegin des Landesspitals überwiesen, der/die dann den Eingriff vornimmt.

Warum bezeichnet sich die Medicnova als «Privatklinik»?
Privatklinik heisst, dass die Klinik privat initiiert, privat finanziert und privat geführt wird – ohne staatliche Beteiligung und ohne staatliche Subventionen.

Was war die Motivation dafür, die Medicnova zu initiieren?
Ausschlagegebend war der Wille, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und eine moderne, prozessoptimierte Infrastruktur für eine patientenorientierte Medizin auf höchstem fachlichem Niveau zu schaffen.

Was sind die wichtigsten Eckdaten des Klinikgebäudes?

  • Projektbeginn: April 2012
  • Betriebsaufnahme: 16.01.2017
  • Investitionsvolumen Bau: 35 Mio. CHF
  • Investitionsvolumen Klinikeinrichtung: 15 Mio. CHF
  • 23 Einzel- und Doppelzimmer (gesamt 33 Betten)
  • Anzahl Mitarbeitende: Ca. 50, davon ca. 1/3 in Liechtenstein wohnhaft.
  • Auftragsvergabe (Bau und Betrieb): Bevorzugt regionale Anbieter
  • Geschosse/Raumangebot: UG (Tiefgarage), EG (Empfang, Verwaltung), 1. OG (OPs, Aufwachzone, Anästhesie, Behandlungsräume), 2. OG (Bettenabteilung), 3. OG (Reservegeschoss), Dachgeschoss (Technik)

Weshalb wurde Bendern als Standort für die Klinik ausgewählt?
Es wurden verschiedene Standorte in Liechtenstein geprüft. Die Gemeinde Gamprin-Bendern ist unbürokratisch und visionär ihrer Gemeindestrategie „Kompass 2022“ gefolgt und hat ein überaus geeignetes Grundstück angeboten. Die Verantwortlichen glauben an den Gesundheitsmarkt als Zukunftsmarkt und wollten hochwertige Arbeitsplätze in Liechtenstein schaffen. Ausschlaggebend für Bendern waren auch die hervorragende Verkehrsanbindung und die vorhandenen Bodenreserven in der Umgebung.

Welche medizinischen Leistungen bietet die Medicnova an?
Die Medicnova baut ihr stationäres und ambulantes Leistungsspektrum stetig aus. Hervorzuheben ist, dass wir auch für Liechtenstein völlig neue Gesundheitsdienstleistungen anbieten, und zwar Gefässmedizin sowie die Interventionelle Kardiologie (Herzkatheterlabor) und kardiale Rehabilitation. Darüber hinaus umfasst unser Leistungsangebot operative und konservative Behandlungen in den Fächern Orthopädie und Traumatologie, Urologie, Viszeralchirurgie sowie plastische Chirurgie. Unsere Anästhesisten sorgen für schmerzfreie Eingriffe und bei Bedarf eine wirkungsvolle Schmerztherapie. Mit Herbst 2017 gibt es auch einen Schwerpunkt Innere Medizin.

Zusätzlich decken unsere Ärzte in mehreren Fachbereichen 24h-Notdienste ab.

Inwiefern profitieren die Bewohner in Liechtenstein von der Medicnova Privatklinik?
Durch die Medicnova wird das medizinische Angebot im Land ausgebaut und verbessert. Für verschiedene Untersuchungen und Behandlungen – insbesondere im Bereich Kardiologie und Gefässmedizin – müssen liechtensteinische Patienten künftig nicht mehr Reisen ins Ausland auf sich nehmen. Zudem sorgt die Medicnova für Wertschöpfung in Liechtenstein (Arbeitsplätze, Aufträge an regionale Firmen und Lieferanten, Steuereinnahmen) und dafür, dass Krankenkassen-Gelder im Land bleiben. Durch die Behandlung ausländischer Patienten (z.B. aus Vorarlberg) kommt zusätzliche Wertschöpfung hinzu.

Sie sagen, Sie möchten keinen Vertrag, um allgemeinversicherte Patienten behandeln zu können (OKP-Zulassung). Dennoch haben Sie einen Antrag bei der Regierung gestellt.
Ja, dieser Antrag betrifft diejenigen Gesundheitsdienstleistungen, die bislang in Liechtenstein nicht angeboten werden (Kardiologie und Gefässmedizin). Eine OKP-Zulassung in diesen Bereichen würde es auch allgemeinversicherten liechtensteinischen Patientinnen und Patienten ermöglichen, wohnortnah behandelt zu werden. Dies ist insbesondere in der Kardiologie, wo im Notfall (z.B. akutes Herzleiden) jede Minute zählt, von grosser Bedeutung. Ausserdem würden die dafür notwendigen finanziellen Mittel dann nicht ins Ausland abfliessen, sondern zur heimischen Wertschöpfung beitragen.

Im Bereich der Herz-Rehabilitation würde eine OKP-Zulassung ausserdem zu einer beträchtlichen Kostensenkung führen, da die Patienten ambulant und wohnortnah behandelt würden – im Gegensatz zur heutigen Situation mit teurer stationärer Behandlung in ausländischen Reha-Kliniken. Auch volkswirtschaftlich ist eine ambulante Reha von grossem Vorteil, da Patienten schneller wieder in den Alltag eingegliedert werden können.